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Bericht 2018:

So groß wie noch nie – St. Pauli im Weihnachts(lauf)rausch!

Zum St. Pauli X-Mass-Run No. 8 hatten sich 2.800 Laufwillige angemeldet – Rekord, zwei Wochen vorher ausgebucht! Vier Wellen weißbärtiger Weihnachtsmänner wogen vom Millerntor die gut 5 km durch Planten un Blomen und wieder zurück (bei einer geschätzten Kostümierungsrate von mehr als 80% – diejenigen, die sich „als Läufer“ verkleidet hatten, mal nicht dazugezählt). Zu den 5.505 Weihnachtsmännern in Liverpool, die vor einigen Jahren mal als Weltrekord genannt wurden, ist der Abstand zwar noch groß, aber er schrumpft!

Nicht nur Größe bietet der St. Pauli X-Mass-Run, sondern auch Alternatives: Zum Beispiel merkwürdig-kostümierte Teilnehmer. Prämiiert wurde u.a. das Mumien-Pärchen, das sich von Kopf bis Fuß mit Verbandsmaterial eingerollt hatte (entgegen anderslautender Gerüchte kein Klopapier!). Wieder mit dabei: Das Firefighter Team Phoenix in voller Montur (strenggenommen natürlich Berufskleidung, kein Kostüm und gar nicht merkwürdig). Zu löschen gab’s übrigens nichts, denn es nieselte fast ununterbrochen. Was halten eigentlich die vielen mitlaufenden Weihnachtsengel von der Totenkopf-Finishermedaille und den Hells Bells, mit denen traditionell der Start eingeläutet wird? Oder vielmehr, die Starts? Derer gab es nämlich gleich vier, denn mehr als jeweils 700 Teilnehmer passen einfach nicht auf die Laufstrecke. Zur weiteren Entzerrung des Läuferfeldes beginnt die Zeitnahme auch erst im Millerntor-Stadion, ein paar Ecken hinter der Startlinie und erlaubt ein stressfreies Loslaufen – ohne nervösen Blick auf die Stoppuhr.

Aber für die meisten, das darf man mal vermuten, waren Zeit und der Rang in der Ergebnisliste ohnehin nicht so wichtig. Und der erste Platz war ohnehin schon „reserviert“: Dennis Mehlfeld (Lübecker SC) wurde beim vierten Start in vorderster Reihe gesichtet – aha, der Seriensieger! – und machte zuverlässig -zum 6. Mal- seinen „Job“. Mit einer 3⁄4 Minute Vorsprung wurde er erster in der Gesamtwertung aller vier Starts (obwohl er noch ein bisschen durch die Nachhut der dritten Startwelle ausgebremst wurde).

Neben sportlichen und Kostümgewinnern gab es noch weitere: Die insgesamt vier Schecks gingen an die Young Rebels (die Nachwuchsabteilung des St. Pauli Triathlon), an den Fanräume e.V. im Millerntorstadion, den Hamburger Gabenzaun e.V. am Hauptbahnhof und Hamburg Running e.V.. War die Siegerehrung noch eine durchregnete Angelegenheit, kam zur Scheckübergabe mal kurz die Sonne raus. Da wurde die Freude über die 3.500 Euro pro Scheck doch gleich noch größer. Der Dank geht natürlich an die Teilnehmer für die insgesamt 14.000 gespendeten Euro.

Die Top 3 Plätze

Männer
1. Dennis Mehlfeld, Lübecker SC, 18:04
2. Michael Hinse, LT Haspa Marathon Hamburg, 18:45
3. Max Bube, adidas Runners Hamburg, 19:04

Frauen
1. Ann-Kathrin Balduhn, HSV Stöckte, 21:03
2. Annika Erdwiens, Hamburg, 22:19
3. Gudrun Hiller, Hamburg, 22:54

Die vollständigen Ergebnislisten können hier eingesehen werden.
Text & Fotos von Heiko Dobrick, www.laufen-in-hamburg.de

 

 

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