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Ein rotes Meer von 1600 Weihnachtsmännern

Es weihnachtet sehr auf St. Pauli, so wie nie zuvor – unfassbare 1600 wollten die heilige Fünf- Kilometer Runde mit Start vor dem Millerntorstadion drehen. Seit Wochen ausverkauft! Keine Schneestürme und Riesenpfützen störten den vorweihnachtlichen Spaß, der zum sechsten Mal an diesem Ort stattfand. Es musste sogar ein bisschen umgebaut werden, damit alle laufenden Weihnachtsmänner und -frauen, Rentiere, Elfen und wer sonst noch so mitlief in den Startblock passten. Natürlich wurde auch dieses Mal vor dem Start wieder – passend zum Umfeld – “Hells Bells” von AC/DC angespielt. An der Startpistole: Monika Lüttjohan (Fanräume e.V.).

Satte fünf Minuten schlängelten sich die Läufer durch den Startkanal. Durchs Stadion, um das Heiligengeistfeld herum, Planten un Blomen hin un zurück und zum Stadion ins Ziel. Der erste war: Dennis Mehlfeld! Der Seriensieger vom Lübecker SC gewann immer noch ganz locker und im halben Weihnachtsmann-Outfit in 18:08 und eine halbe Minute vor Kersten Jäkel (Lauftreff TV Uelzen). Erste Frau: Maiken Liß von den mittlerweile szenebekannten Tide Runners Hamburg in 21:46 Minuten, nur knappe neun Sekunden vor Bibiana Beck aus Stade.

Da konnten die zahlreichen Weihnachtsmänner, denen man ja eigentlich nachsagt, dass sie Heiligabend in Überschallgeschwindigkeit über den Globus fliegen, um die Geschenke pünktlich abzuliefern, nicht mithalten. Schon gar nicht der, der seine vier als Rentiere kostümierten Läuferinnen selber ziehen musste. Auch die beiden Feuerwehrleute – nicht verkleidet, sondern in Originalmontur samt Sauerstoffflaschen, waren deutlich im Nachteil, bekamen aber umso mehr Applaus. Weiterhin gesehen: Elfengruppen, ein “och der ist doch gar nicht sooo stark tätowierter” Engel, Stoffbären mit Läufern huckepack, ein Werwolf, gleich zwei Eisbären, der Bunker auf dem Heiligengeistfeld in Pappausführung, “Dittsche”, der sich anders als sein TV-Original im Bademantel doch noch einigermaßen flott bewegte, und zwei “kopflose” St. Pauli-Spieler, die den ersten Preis der unbestechlichen Kostümjury einheimsten.

Apropos Preis: Mit der Rekordteilnehmerzahl kam auch eine Rekord-Spendensumme zusammen. Jeweils 4000 (viertausend!) Euro gingen als “Startkapital” an den neugegründeten Hamburg Running e.V. – der die Hamburger Läuferszene ab 2017 einigermaßen sicher ziemlich aufmischen wird -, und an Fanräume e.V.

Text & Fotos von Heiko Dobrick, www.laufen-in-hamburg.de

 

 

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