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St. Pauli feiert den ersten Advent

Sonntag, erster Advent, Millerntor-Stadion: Eigentlich ist heute spielfrei auf St. Pauli, doch während die Kicker im Süden der Republik ranmüssen, ist es hier ganz gewiss nicht ruhig. 1.328 Läuferinnen und Läufern finden sich in den Morgenstunden an der Spielstätte ein, um die Tradition des Charity-Runs nach einem Jahr Pause endlich fortzusetzen. Wie gewohnt stehen zum Jahresende keine Bestzeiten oder spannende Duelle um Podiumsplätze im Fokus, sondern der Spaß und die bevorstehende Weihnachtszeit.

Um den Beginn der besinnlichen Jahreszeit angemessen zu zelebrieren, wird mit großem Brimborium an den Start gegangen. Denn einmal im Jahr muss das Lauf-Outfit nicht ausschließlich sportlich-physiologischen Ansprüchen gerecht werden, sondern nach Möglichkeit maximal auffallend sein. Da gehen schon mal ein laufendes Geschenkpaket, ein menschlicher Adventskalender, rennende Tannenbäume, große Rentierherden und natürlich unzählige Weihnachtsmänner und -frauen wohin das Auge blickt. Gesehen und gesehen werden lautet hier die Devise. Die letztendlich benötigte Zeit für den 5 kilometerlangen Kurs vom Millerntor-Stadion durch Planten un Blomen über das Heiligengeistfeld und zurück ist da zweitrangig.

Um 9.30 Uhr hören wir zum ersten Mal die Klänge von Hells Bells der australischen Rocker AC/DC aus den Boxen, als sich die erste von insgesamt fünf Startwellen in das Innere des Stadions aufmacht. Aufmacht ist hier das richtige Stichwort. Denn damit alles coronakonform abläuft, durfte zur Einlaufmusik des FC St. Pauli nur eingewalkt werden. Erst hinter dem Spielertunnel durfte der Mundschutz entfernt und der Lauf begonnen werden. Ein guter Kompromiss, fügten sich die Masken gut in die restliche Kostümierung ein (und boten weitere Möglichkeiten zur Verkleidung).

Aber nicht nur aus Teilnehmersicht war die Rückkehr zu einem gemeinsamen Lauf vor Ort ein großer Anlass zur Freude. Ein wichtiger Grundpfeiler der Veranstaltung ist nämlich der Wohltätigkeitsgedanke. Insgesamt fünf gemeinnützige Hamburger Institutionen werden an den Einnahmen der Meldegebühren und des verkauften Merchandise beteiligt. So freuen sich die Fanräume e.V. am Millerntorstadion, Hamburg Running e.V., der Hamburger Gabenzaun e.V., die Young Rebels und die MS Stubnitz e.V. über eine Gesamtsumme von 11.100 Euro.

Gelaufen wurde natürlich auch: Tobias Middendorf (hamburg running), Nathalie Frähmcke (Kaifu Tri-Team) und Becky Schlien (Hamburg) machten das Rennen und wurden mit Sachpreisen des FC St. Pauli bedacht. Der Rest durfte sich natürlich auch als Gewinner fühlen und kamen in den Genuss der saisonalen Zielversorgung: Hier wurden stilecht Punsch und Spekulatius zur Stärkung gereicht. Im Anschluss hatte man noch die Gelegenheit, später ins Ziel einlaufende Teilnehmende von den Tribünen des Stadions aus anzufeuern.

Man kann die Weihnachtszeit sicherlich ruhiger einläuten – Nächstenliebe und familiäres Beisammensein wurden dennoch zelebriert.

Die vollständigen Ergebnislisten können hier eingesehen werden.

 

Die Top-Ergebnisse

Männer

1. Tobias Middendorf (hamburg running), 16:25
2. Volker Bender (TSG Schwäbisch Hall), 17:46
3. Toni Röwer (TH Eilbeck), 17:47

Frauen

1. Nathalie Frähmcke (Kaufi Tri-Team), 19:57
2. Marta Zabusova (Hamburg), 20:48
3. Valerie de Bus (BEL, hamburg running), 21:38

Divers

t-1. Becky Schlien (Hamburg), 35:07
t-1. Steffen Krieger (Hamburg), 35:07

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